COMAP – Asset Management ohne Unternehmensgrenzen

Bei COMAP handelt es sich um ein computerunterstütztes Instandhaltungs-Management-System (CMMS), das die digitale Erfassung von Daten, sowie die Planung und lückenlose Nachverfolgung von Instandhaltungsmaßnahmen ermöglicht. Durch eine hochflexible technische Datenbank können Sie mit COMAP sämtliche Assets in einem beliebig tiefen Detaillierungsgrad verwalten. Hierbei deckt COMAP die ECM Funktionen 1 bis 4 ab.

Neben den Standardfunktionalitäten bei Asset-Management-Lösungen bietet COMAP Ihnen die Möglichkeiten des digitalen Datentausches über System- und Unternehmensgrenzen hinweg. Durch die Vernetzung mit Ihren Lieferanten und Kunden automatisieren Sie Prozesse und sparen Kosten.

KOMPAKT

  • Abbildung der
    ECM-Funktionen 1 bis 4
  • Verwaltung digitales Regelwerk inkl. Versionierung und Freigabe
  • Instandhaltungs- und -setzungspläne
  • Verwaltung von Arbeitsplänen und Checklisten
  • Schad- und Risikomanagement
  • Technische Dokumentation
  • Rückverfolgung von Komponenten
  • Mobiles und offline Arbeiten
  • Software in 11 Sprachen verfügbar
  • 100% VPI konform inkl. Nachweisen

COMAP ist in den Sprachen Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch verfügbar.

Das COMAP Komponentensystem

COMAP besteht aus dem Grundmodul COMAP Professional sowie zahlreichen optionalen Komponenten. Sämtliche Komponenten sind mit dem Grundmodul frei kombinierbar. Durch die individuelle Zusammenstellung der Komponenten wird COMAP auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten.


Die COMAP Basic Edition des VPI kann nicht mit den Komponenten erweitert werden.

Grundmodul COMAP Professional

Das Grundmodul bietet sämtliche Funktionalitäten, um Ihre Assets zu verwalten und deren technische Parametrierung vorzunehmen:

In der Produktverwaltung werden die Produkte wie beispielsweise Güterwagen, Lokomotiven oder Radsätze angelegt und verwaltet sowie die zugehörigen Stammdaten angezeigt. Es können die anstehenden und abgeschlossenen Maßnahmen zur Instandhaltung sowie Instandsetzung als auch die verknüpften Aufträge eingesehen werden.

Ein angelegtes Produkt kann, den Definitionen aus der Strukturverwaltung folgend, konfiguriert werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise die Struktur eines Druckgaswagens entsprechend VPI 08 angelegt werden kann. Dieser Vorgang erfolgt manuell oder per Knopfdruck auf Basis von Strukturvorlagen bzw. Baureihen. COMAP ermöglicht hierbei die parallele Verwaltung einer Eingangsstruktur sowie einer Ausgangsstruktur. Hierdurch kann dokumentiert werden, wie das Produkt zu Beginn einer Maßnahme und am Ende einer Maßnahme konfiguriert
war. Zum einen werden so Umbaumaßnahmen in einem Instandhaltungswerk dokumentiert, zum anderen versetzt es eine Vermietgesellschaft in die Lage, Veränderungen während der Mietphase nachzuverfolgen.

Über die Funktion Ein- und Ausbau können Teilprodukte in eine Produktstruktur eingefügt bzw. aus dieser herausgelöst werden. Es kann beispielsweise ein Radsatz in ein Fahrzeug eingefügt werden und sämtliche Daten inklusive angehängter Fotos und Dokumente werden in das Fahrzeug übernommen. Diese Funktion erlaubt prinzipiell den Ein- bzw. Ausbau sämtlicher Komponenten eines Fahrzeugs.

Elektronische Arbeitspapiere ermöglichen die Eingabe der einzelnen Daten, die zu einem Produkt erfasst werden, sowie die Rückmeldung von Arbeiten und Material. Entsprechend der angelegten Arbeitsprofile werden einem Benutzer genau die Eingabefelder und Arbeiten angezeigt, die er in seinem Arbeitsumfeld benötigt. Zudem ist auf einen Blick ersichtlich, welche Daten aufgrund der Beauftragung bzw. des Instandhaltungsplans verpflichtend eingegeben werden müssen. Neben der Eingabe neuer Werte, können unveränderte Werte bestätigt werden. Die Aufnahme der technischen Daten kann sowohl online als auch offline erfolgen. Offline bedeutet hierbei, dass der Computer oder das mobile Gerät mit dem die Daten erfasst werden, nicht mit dem Server verbunden sein muss. Somit können Fahrzeugdaten auch aufgenommen werden, wenn kein WLAN oder UMTS/LTE verfügbar ist. Sobald die Serververbindung wieder verfügbar ist, kann die Synchronisierung erfolgen.

Neben den technischen Daten und der Rückmeldung von Arbeiten und Material können auch Anhänge wie beispielsweise Fotos, Dokumente und Protokolle einem Produkt zugeordnet werden. Die Zuordnung selbst erfolgt hierbei über die technische Struktur. Somit kann beispielsweise ein Foto dem Lager auf der inneren A Seite des dritten Radsatzes am Fahrzeug zugewiesen werden.

In COMAP können Maßnahmen für Produkte angelegt und verwaltet werden. Eine Maßnahme gibt an, welche Arbeiten innerhalb eines Werkstattaufenthalts durchgeführt und welche technischen Daten dokumentiert werden sollen. Hierbei kann es sich sowohl um Instandhaltungs- als auch Instandsetzungsmaßnahmen handeln. Zudem besteht die Möglichkeit Einzelarbeiten, die zum Beispiel auf einem Projekt beruhen, in Maßnahmen zu bündeln.
Sind mehrere Maßnahmen zu einem Produkt vorhanden, können diese zusammengeführt werden. Hierdurch können beispielsweise Instandsetzungsarbeiten zusammen mit einer geplanten Instandhaltung gebündelt beauftragt bzw. durchgeführt werden.

Vom VPI veröffentlichte Instandhaltungspläne und Arbeitsgänge können im COMAP Grundmodul direkt genutzt werden. Sollen individuelle Instandhaltungsstufen, Einzelarbeitsgänge oder Projekte in Maßnahmen einfließen, werden die Komponenten „Arbeitsgangkataloge“ bzw. „Projektmanagement“ benötigt.

Die Auftragsverwaltung ermöglicht das Anlegen und Verwalten von Bestellungen und Fertigungsaufträgen auf Basis zuvor angelegter Maßnahmen.

Mittels Bestellungen können ECM/Haltern detaillierte Instandhaltungs- bzw. Instandsetzungsaufträge generieren. Diese können anschließend als PDF gedruckt oder mittels VPI 08 digital an Instandhaltungswerke übertragen werden. Dies setzt die Verwendung von Webservices voraus.

Instandhaltungswerke können Fertigungsaufträge erstellen und diese mittels Arbeitspapieren digital bereitstellen. Bei der digitalen Bereitstellung und damit verbundenen digitalen Rückmeldung der Arbeiten sowie Eingabe der technischen Daten prüft die Software auf Vollständigkeit in Abhängigkeit des Fertigungsauftrages.

COMAP ermöglicht den elektronischen Datenaustausch nach VPI 08. Hierdurch können von jedem IT-System, das VPI 08 konform arbeitet, Wagen- oder Radsatzdaten empfangen bzw. an dieses gesendet werden. Neben den technischen Daten können auch Ereignisse, Anhänge, Fehler bzw. Schäden sowie durchzuführende bzw. durchgeführte Arbeitsgänge digital übermittelt werden. COMAP stellt hierbei sicher, dass die generierten ZIP-Dateien dem jeweils aktuellen VPI 08 Standard entsprechen.

Über separate Einstellungen kann eine Filterung der Exportdaten je Kunde festgelegt werden. Hierdurch kann beispielsweise ein vertraglich festgelegter Umfang an Daten, der von einer Werkstatt an einen bestimmten Kunden geliefert werden muss, hinterlegt werden.

Über die Historie können sämtliche Daten aus Maßnahmen zu einem Produkt in ihrem historischen Verlauf betrachtet werden. Zudem bietet die Software die Basisfunktionalitäten eines Dokumentenmanagementsystems und kann auf sämtliche historische Anhänge zugreifen. Ein ECM hat damit eine lückenlose Dokumentation der technischen Daten der Fahrzeuge und Radsätze und deckt damit wesentliche Anforderungen eines ECM ab. Werkstätten können außerdem die Datenbestände der einzelnen Werkstattdurchläufe eines Fahrzeugs oder Radsatzes abrufen.

Durch Arbeitsprofile kann in COMAP zum einen festgelegt werden, welcher Benutzer welche Produktdaten einsehen und bearbeiten darf. Zum anderen kann bestimmt werden, welcher Benutzer welche Arbeiten zurückmelden darf. Einem Mitarbeiter in der Radsatzaufarbeitung werden hierdurch beispielsweise automatisch nur die Radsatzdaten und die damit verbundenen Arbeiten passend zu seinem Arbeitsplatz in den elektronischen
Arbeitspapieren angezeigt.

Die Software berücksichtigt dabei auch die Produktkonfiguration und stellt sicher, dass nur zutreffende Datenfelder und Arbeiten angezeigt werden. Dies sorgt für hohe Transparenz und Datensicherheit.

Es können beliebige Arbeitsprofile erstellt und verwaltet werden. So können sämtliche Eingabemasken an die eigenen Unternehmensprozesse angepasst und die Benutzer in Ihrer Eingabe geführt werden. Zusätzlich kann über eine Option im Arbeitsprofil eingestellt werden, welche Datenfelder in Abhängigkeit vom Kunden und/oder der Beauftragung angezeigt werden sollen. Hierdurch wird sichergestellt, dass bei der Datenaufnahme nur relevante Daten aufgenommen werden.

Die Strukturverwaltung bildet die Basis von COMAP und ermöglicht die datentechnische Abbildung der zu verwaltenden Produkte und Komponenten.

Produktstrukturen:
Über Produktstrukturen werden sämtliche technische Strukturen festgelegt, auf denen die Produkte (Fahrzeuge, Radsätze, usw.) basieren. Produktstrukturen legen den Aufbau und die Eigenschaften der Produkte fest. Es lassen sich beliebige Produktstrukturen anlegen und verwalten. Hierdurch können beispielsweise auch Lokomotiven, Nahverkehrszüge oder die Infrastruktur abgebildet werden.

Produkttypen:
Basierend auf den Produktstrukturen können Produkttypen definiert werden. Ein Produkttyp ist beispielsweise ein Wagen oder ein Radsatz. Diese beiden Produkttypen werden standardmäßig mit der VPI 08 Konfiguration mit COMAP ausgeliefert. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit weitere Produkttypen, wie beispielsweise den Typ Steuerventil, anzulegen. Produkte haben in COMAP die Eigenschaft, dass sie in andere Produkte ein- bzw. aus anderen Produkten ausgebaut werden können und eine eigenständige Historie besitzen.

Auswahllisten:
Die Verwaltung von Auswahllisten ermöglicht es, für die einzelnen Eigenschaftsfelder der Produktstrukturen, Auswahllisten zu definieren. Diese geben an, welche Einträge ein Benutzer bei der Datenaufnahme in den einzelnen Auswahlfeldern selektieren kann.

Baureihen:
Baureihen geben die Möglichkeit Vorlagen anzulegen, nach denen in der Produktverwaltung beispielsweise Wagen- oder Radsatzstrukturen generiert werden können. Hierdurch lassen sich die unterschiedlichen Fahrzeugausprägungen abbilden. So könnte beispielsweise eine Baureihe für einen Druckgaswagen mit vier Radsätzen angelegt werden. Neben der Produktkonfiguration können durch Baureihen auch Betriebs- und Instandsetzungsgrenzmaße festgelegt werden.

Bauteilkataloge:
Für die einzelnen Komponenten der Produkte können Bauteilkataloge angelegt und verwaltet werden. Hierdurch lassen sich beispielsweise Armaturenkataloge oder Kataloge von Bremskomponenten aufbauen. Bauteile können bei der Durchführung einer Maßnahme ausgewählt werden und setzen hierbei jeweils bestimmte technische Attribute. Bauteile können ebenfalls bei der Verwendung von Baureihen und Arbeitsgangvorlagen genutzt werden.

Wird COMAP im Rahmen von VPI 08 verwendet, erfolgt eine Vorkonfiguration der gesamten Strukturverwaltung entsprechend VPI 08 seitens der Sternico. Im Rahmen der Sternico Software Assurance wird diese Konfiguration stets auf dem aktuellen VPI 08 Stand gehalten. Diese Vorkonfiguration kann entsprechend den eigenen Anforderungen beliebig erweitert werden.

Nach EWT (European Wheelset Traceability) muss eine Rückverfolgbarkeit von Radsätzen durch den ECM gewährleistet sein. Die Software garantiert eine lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Radsätze sowie aller anderen Produkte. Die Einbauhistorie ist hierbei aus beiden Richtungen ersichtlich. Für einen Radsatz kann angezeigt werden, in welchen Wagen er verbaut war, für einen Wagen, welche Radsätze in ihm installiert waren. Die Produkte, die nachverfolgt werden sollen, können vom Benutzer vollständig frei festgelegt werden. Hierdurch lassen sich z.B. auch Drehgestelle oder Steuerventile nachverfolgen.

Ansichten sind tabellarische Auflistungen von Produkten, Maßnahmen oder Fehlern, die in COMAP verwaltet werden. Werden beispielweise Radsätze in COMAP verwaltet, listet die entsprechende Ansicht alle verfügbaren Radsätze auf. Neben der Auflistung selbst bietet eine Ansicht zudem Such- bzw. Filteroptionen an. Hierdurch kann beispielsweise ein Radsatz mit einer bestimmten Radsatznummer gesucht oder eine Auflistung abgerufen werden, in der nur die Radsätze aufgelistet sind, die aktuell in einem Fahrzeug oder Wagen verbaut sind.

Neben den Standardansichten, können zudem individuelle Ansichten definiert und für Auswertungen genutzt werden. Hierbei sind sowohl unternehmensweite Ansichten, die für alle Anwender nutzbar sind, als auch individuelle Ansichten pro Benutzer definierbar. Innerhalb der Definition einer Ansicht kann auf den gesamten technischen Datenbestand, die individuellen Felder und Stammdaten sowie die Auftragsdaten in beliebiger Kombination zurückgegriffen werden.

Für jede Ansicht können die folgenden Parameter festgelegt werden:

  • Feste Filter, die die Auflistung der angezeigten Produkte einschränken
  • Suchfelder, die dem Anwender bei der Verwendung der Ansicht angeboten werden
  • Die Informationen bzw. die Spalten der tabellarischen Auflistung 

Beispielsweise könnte so eine Ansicht konfiguriert werden, in der sämtliche Wagen aufgelistet werden, die in den nächsten fünf Tagen fertiggestellt sein müssen. Es könnte eine Ansicht definiert werden, über die Radsätze anhand von Bauart und Kunde gesucht werden. Die Auflistung der gefundenen Radsätze könnte die entsprechenden Radsatznummern, Bauarten, Kunden und Lagerpositionen anzeigen.

COMAP beinhaltet für Produkte eine Reihe von Stammdaten wie beispielsweise den Produktstatus oder den Mieter. Werden weitere Stammdaten benötigt, können zusätzliche Datenfelder definiert werden. Hierbei können über die Benutzeroberfläche beispielsweise neue Datumsfelder oder Auswahllisten hinzugefügt werden. Auch der Zugriff auf Systemtabellen wie den Benutzerkonten oder Abteilungen und Lieferanten ist hierbei möglich.

Für ein Stammdatenfeld kann angegeben werden, in welchen Produkttypen dieses zur Verfügung stehen soll und welche Abteilungen das Feld lesen oder auch beschreiben dürfen.

Folgendes Beispiel verdeutlicht diese Funktionalität: Für das Produkt „Wagen“ wird ein Feld „Priorität“ angelegt, das vom Typ Auswahlliste ist. Die Auswahlliste wird mit den Einträgen „hoch“, „mittel“, „niedrig“ definiert. Anschließend wird das neue Feld der Abteilung „Produktionsplanung“ mit Schreib- und der Abteilung „Produktion“ mit Leserechten zugeordnet. Jetzt kann die Produktionsplanung für jeden Wagen im Werk eine Priorität hinterlegen, die von der Produktion eingesehen aber nicht verändert werden kann.

Die Stammdatenverwaltung ermöglicht es, COMAP flexibel an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Somit können alle benötigten Daten, die über die technischen Daten hinausgehen, gespeichert werden. Auf sämtliche Felder kann in den Ansichten zugegriffen werden.

Technische Daten, die aufgenommen wurden, können durch Eingabe eines PINs signiert werden. Hierdurch können zwei Ziele erreicht werden. Zum einen können die eingegebenen Daten gegen Veränderung geschützt werden. Zum anderen kann die Signierung als Wertbestätigung genutzt werden. Damit kann die Datenaufnahme in zwei Prozessschritte unterteilt werden. Im ersten Schritt nimmt ein Arbeiter Daten auf, im zweiten Schritt
werden diese von z.B. der Qualitätssicherung bestätigt und signiert. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist diese Verifizierung anzustreben.

COMAP kann auf sämtlichen Geräten genutzt werden, auf denen ein Microsoft Windows Desktop Betriebssystem installiert ist. Somit ist auch der mobile Einsatz mit Laptops oder Tablet Computern möglich. Um eine Bedienung zu erleichtern, steht mit dem Mobile Package eine spezielle Touchoberfläche für Tablets zur Verfügung. Es ist möglich, zwischen der Standardoberfläche und der Touchoberfläche auf einem Gerät beliebig zu wechseln.

Zusätzlich beinhaltet das Mobile Package eine Software für PDA Mobilgeräte mit Windows Mobile. Hierdurch kann die Dateneingabe mittels industrietauglicher, handlicher PDAs durchgeführt werden. Weiterhin steht eine Funktion zum direkten Positionieren von             Produkten durch das Scannen von Barcodes bereit. Voraussetzung        ist die Komponente „Positionierung“.

Komponenten

Die einzelnen Komponenten erweitern das Grundmodul und können beliebig kombiniert werden. Bestimmen Sie selbst den Funktionsumfang, den Sie benötigen.

Die Instandhaltungsplanung ermöglicht den Aufbau komplexer Instandhaltungspläne in einem grafischen Editor und die daraus resultierende Vorausberechnung der Instandhaltungsmaßnahmen. Die Instandhaltungspläne können sowohl zyklische als auch gekoppelte Elemente beinhalten, werden von COMAP versioniert und unterliegen einem Freigabeprozess.

Die Planung kann zeitbezogen oder auf Basis von Betriebsparametern wie beispielsweise Laufleistung oder Motorstunden aufgestellt werden. Für den Fall, dass Betriebsparameter herangezogen werden, erfolgt eine zeitliche Prognose hinsichtlich des Erreichens definierter Grenzwerte. Für die Instandhaltungsplanung auf Basis von Betriebsparametern muss die Komponente Betriebsdatenmanagement ebenfalls lizensiert werden.

Über Eintrittsbedingungen können Assets automatisiert den passenden Instandhaltungsplänen zugeordnet werden. Beispielsweise könnten über Eintrittsbedingungen Lokomotiven der Baureihe 4711 einem Plan A und Lokomotiven der Baureihe 0815 einem Plan B zugewiesen werden. Über eine andere Parametrierung könnte die Zuweisung z.B. auch auf Basis des aktuellen Mieters erfolgen, da dieser in einem Kesselwagen bestimmte Produkte transportiert, die Auswirkungen auf die Instandhaltung haben.

Zudem können ECM/Halter und Betreiber die Instandhaltungsplanung auch komponentenbasiert aufstellen. Beispielsweise könnten zeitliche Intervalle für Kesselprüfungen festgelegt und laufleistungsabhängige Vorgaben für Radsätze gemacht werden.  Entsprechend der Instandhaltungspläne werden automatisiert Maßnahmen geplant, die die durchzuführenden Instandhaltungsstufen beinhalten.

Für die Instandhaltungsstufen können die vertraglichen Durchlaufzeiten und Budgets in Abhängigkeit vom Instandhalter und den durchzuführenden Arbeiten verwaltet und überwacht werden. Über tabellarische und grafische Auswertungen können überlange Durchlaufzeiten und Störfaktoren auf die Durchlaufzeiten ermittelt und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden.

Die Komponente ermöglicht es, Arbeitsgänge anzulegen und zu verwalten. Für jeden Arbeitsgang können neben dem Arbeitsgangcode und der Bezeichnung auch Anleitungen sowie Zeichnungen und andere Anhänge hinterlegt werden. Zudem kann angegeben werden, welche technischen Daten bei der Durchführung eines Arbeitsganges erfasst werden müssen.

Auf Basis der angelegten Arbeitsgänge können Instandhaltungsstufen und Arbeitsfolgen für die Instandsetzung aufgestellt werden. Aufgrund der Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Arbeitsgängen und den Produktstrukturen sowie dem Bauteilkatalog, lassen sich für jeden Wagentyp bzw. jede Fahrzeugkonfiguration individuelle Instandhaltungsstufen erstellen. Definierte Arbeitsgänge und Instandhaltungsstufen können über Maßnahmen für die einzelnen Produkte geplant und im weiteren Prozess beauftragt werden.

Über die integrierte Versionsverwaltung kann ein Änderungsmanagement inklusive Freigabeprozess gewährleistet werden. Die Versionsverwaltung berücksichtigt sowohl den einzelnen Arbeitsgang als auch die Instandhaltungsstufen. Bei Änderungen auf Arbeitsgangebene wird der Benutzer automatisch über resultierende Auswirkungen innerhalb der Instandhaltungsstufen informiert.

Wird die Software für VPI 08 durch die Sternico konfiguriert ausgeliefert, stehen alle durch den VPI definierten Arbeitsgänge zur Verfügung. Im Rahmen der Sternico Software Assurance werden diese stets auf dem aktuellen VPI 08 Standard gehalten.

Zentrale Aufgabe der Komponente ist das Fehler- bzw. Risikomanagement. Je nach Einsatzgebiet stehen unterschiedliche Funktionalitäten zur Verfügung.

Im Instandhaltungswerk oder beim EVU können Schäden aufgenommen und klassifiziert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, auf Basis von Arbeitsgangkatalogen Instandsetzungsmaßnahmen zu definieren und diese bei der Schadaufnahme heranzuziehen. Somit kann beispielsweise die Liste der durchzuführenden Arbeiten im Rahmen einer Instandhaltung um die Arbeitsgänge erweitert werden, die zur Behebung der aufgenommenen Schäden notwendig sind. Die erhobenen Daten können an den ECM/Halter übermittelt werden.

Der ECM/Halter kann Meldungen über Schäden am Fahrzeug vom EVU sowie vom Instandhaltungswerk empfangen oder manuell anlegen. COMAP ermöglicht die Einstufung der Schäden für Analysen sowie Folgeprozesse und bietet ein Maßnahmenmanagement zur Fehlervermeidung. Über die Erfassung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten kann ein Regressmanagement erfolgen.

Das Material- und Ersatzteilmanagement ermöglicht die Verwaltung von Material inkl. Angaben von Stückzahlen bzw. Lagerbeständen, von Mindestmengen sowie deren Lagerortangaben. Innerhalb des Arbeitsgangkatalogs können den einzelnen Arbeitsgängen die benötigten Materialien zugewiesen werden.

ECM/Halter können das Material- und Ersatzteilmanagement nutzen, um die eigenen Ersatz- und Beistellteile in den einzelnen Instandhaltungswerken zu kontrollieren. Instandhaltungswerke profitieren insbesondere von der Verknüpfung mit den Arbeitsgängen und der Rückmeldung von Material.

Die Hauptfunktionalitäten der Personalverwaltung bilden die Schichtplanung sowie die Verwaltung der Mitarbeiterqualifikationen. Die Schichtplanung ermöglicht die Verwaltung unterschiedlicher Schichtrhythmen und Schichten sowie die Zuordnung der Mitarbeiter zu den einzelnen Schichten. Über Wochenpläne sowie eine Langfristplanung kann eine detaillierte Schichtplanung erfolgen.

In der Verwaltung der Mitarbeiterqualifikationen können die einzelnen Qualifikationen, die notwendigen Schulungen und Trainings sowie die Zuordnung der Qualifikationen und Trainings zu den Mitarbeitern verwaltet werden. Durch eine Verknüpfung der Arbeitsgänge mit notwendigen Qualifikationen wird sichergestellt, dass nur ausreichend qualifizierte Mitarbeiter die entsprechenden Arbeiten rückmelden können.

Über die Rückmeldung von Arbeitsgängen wird darüber hinaus protokolliert, ob ein Mitarbeiter einen bestimmten Arbeitsgang häufig genug in einem bestimmten Zeitintervall ausgeführt hat, um eine bestimmte Qualifikation aufrecht erhalten zu können.

Weitere Funktionalitäten der Personalverwaltung sind Mehrarbeitsanträge sowie Versetzungsanträge, die über Workflows mit unterschiedlichen Zustimmungsebenen unter Einbeziehung des Betriebsrats abgebildet sind.

Die Komponente Positionierung ermöglicht die Angabe von Ortsinformationen für Produkte sowie die Historisierung dieser Angaben. Je nach Art des Produktes und der Art der Positionsangabe können sehr unterschiedliche Prozesse abgebildet werden. Beispielsweise kann für eingelagerte Komponenten wie Steuerventile die Lagerverwaltung inklusive der Lagerbewegungen abgebildet werden.

Die Komponente unterstützt die zeitliche und kapazitive Planung in einem Instandhaltungswerk. Die einzelnen Maßnahmen bzw. Aufträge können geplant und die Durchlaufzeiten grafisch visualisiert werden. Neben den Angaben für die internen Zeiten können auch die vertraglichen Durchlaufzeiten in Abhängigkeit vom Kunden und den durchzuführenden Arbeiten verwaltet und überwacht werden.

Darüber hinaus können sämtliche Ereignisse, die innerhalb des Instandhaltungsprozesses auftreten, verwaltet und deren Einfluss auf die Durchlaufzeiten abgebildet werden. Ein Ereignis ist beispielsweise das Fehlen von Beistellmaterial, das zu einem Zustand „Warten auf Material X“ führt. Der Zustand wirkt sich negativ auf die Ist-Durchlaufzeit aus, kann aber ggf. zu einer Verlängerung der vertraglichen Durchlaufzeit führen.
Ereignisse können als Meldungen zwischen Instandhaltungswerken und Haltern ausgetauscht werden, um digital zu kommunizieren, dass z.B. Beistellmaterial fehlt und der Instandhaltungsprozess unterbrochen ist.

Über das Projektmanagement können Neu- oder Umbauprojekte verwaltet werden. Neben der zeitlichen Planung können die notwendigen Maßnahmen sowie die betroffenen Produkte festgelegt werden. Hierdurch könnte beispielsweise die Umrüstung der Bremssohlen für eine bestimmte Anzahl von Wagen in einem Projekt zusammengefasst werden. Die hieraus resultierenden Maßnahmen werden nachverfolgt und der Projektfortschritt
wird überwacht.

Die Komponente ermöglicht die Erstellung und Verwaltung von Anmiet- und Vermietverträgen sowie von Verwaltungsverträgen.  Bei Mietverträgen können die jeweiligen Mietbedingungen, Mietsätze, Laufzeiten sowie Gültigkeitszeiträume einzelner Assets (z.B. Lokomotiven oder Wagen) hinterlegt werden. Neben einfachen Verträgen werden auch Vertragsketten sowie Parallelvermietungen unterstützt.

Verwaltungsverträge regeln die Übertragungen bestimmter Pflichten vom Eigentümer eines Assets auf den Verwalter. Hierzu zählt beispielsweise die ECM Verantwortung oder die Aufgabe Instandhaltungsleistungen im Namen des Eigentümers bei Instandhaltungswerken zu beauftragen.

Die Komponente Betriebsdatenmanagement gliedert sich in zwei Bereiche. Zum einen stellt sie Schnittstellen und Services bereit, über die Betriebsdaten von Assets (z.B. Lokomotiven) abgerufen werden können. Die Services wurden hinsichtlich der Schwerpunkte Verfügbarkeit und Skalierbarkeit entwickelt, damit auch bei größeren Flotten und zahlreichen Betriebsparametern die Daten zuverlässig übertragen werden können. Zu den Betriebsparametern zählen sowohl Werte wie Betriebsstunden, Laufleistung, Öltemperatur, usw. als auch Geoinformation und Fehlermeldung bzw. -zustände.

Zum anderen stellt die Komponente Möglichkeiten bereit, die gesammelten Informationen auszuwerten und weiterzuverarbeiten. So können z.B. Fehlerzustände mit auswählbaren Betriebsparametern in Relation gesetzt werden. Es können Lastkollektive gebildet und diese für die Instandhaltungsplanung herangezogen werden. Oder es können Instandsetzungsmaßnahmen aus den Parametern abgeleitet und durchgeführt werden.

Der Regeldesigner dient der Qualitätssicherung der technischen Daten bei der Durchführung einer Maßnahme sowie beim Datenimport. Mit dem Designer können Vorgaben definiert werden, wie die einzelnen technischen Parameter eines Produktes im Zusammenhang stehen. Beispielsweise kann eine Regel aufgestellt werden, nach der Radsätze der Bauart X nur in Drehgestelle der Bauart Y verbaut sein dürfen. Wird diese Regel in der Maßnahme oder bei einem Datenimport verletzt, verhindert COMAP die Speicherung von ungültigen Daten.

Es können beliebig viele Regeln definiert und mittels logischer Verknüpfungen in Zusammenhang gebracht werden. Darüber hinaus können mathematische Operationen verwendet werden, um beispielsweise Toleranzen zu überprüfen:                                                                                                                               |Durchmesser Rad A - Durchmesser Rad B| < 1mm

Die Konfiguration erfolgt über die grafische Benutzeroberfläche. Hierbei können sämtliche Strukturelemente, Attribute, Auswahllisten und Bauteile einbezogen werden.

Für ECM/Halter spielt die Sicherung der Datenqualität beim digitalen Datenaustausch eine zentrale Rolle. Da über den digitalen Datenaustausch mit den Instandhaltungswerken viele manuelle Tätigkeiten entfallen, reduziert sich automatisch ein Teil der bisherigen manuellen Qualitätssicherung. Für einen effizienten und qualitativ hochwertigen Prozess sind automatisierte Datenprüfungen anhand eines eigenen Regelwerks notwendig.

Neben den schon existierenden Prüfungen auf Fehleingaben können Instandhaltungswerke mittels des Regeldesigners sicherstellen, dass Fehleingaben, die auf komplexen Sachverhalten basieren, direkt bei der Eingabe erkannt und dem Benutzer zurückgemeldet werden. Hierdurch kann zu Beginn der Prozesskette eine hohe Datenqualität geschaffen werden.

Das Webportal ermöglicht Datenanalysen und grafische Auswertungen. Die Analysen und Auswertungen können parametriert und mit den unterschiedlichen Datenbeständen verbunden werden. Dashboards, in Form von Webseiten, stellen diese Auswertungen grafisch und tabellarisch übersichtlich dar. Diese Webseiten können in das lokale Intranet oder in Kundenportale eingebunden werden. Hierdurch erhalten das Management oder der Kunde live Auswertungen zu den relevanten Daten.

Mit Hilfe des Berichtskonfigurators können individuelle Berichte und Protokolle in COMAP eingebunden und generiert werden. Als Berichtsvorlagen können beliebige PDF Dokumente, die Datenfelder beinhalten, in COMAP eingelesen und anschließend verwendet werden.

Die in COMAP importierten PDF Vorlagen können in einer Berichtskonfiguration mit den technischen Daten, den Stammdaten oder Auftragsdaten aus COMAP verknüpft werden. Für die Verknüpfung der Datenfelder stehen vielseitige Funktionen bereit, um das Formular korrekt befüllen zu können. Mit Hilfe der Funktionen können sehr komplexe Sachverhalte abgebildet werden. Auf diese Weise entsteht ein neuer Bericht, der zu jedem Zeitpunkt auf Knopfdruck mit Live-Daten gefüllt werden kann.

Für jeden Bericht können kundenspezifische Berichtsvorlagen konfiguriert werden. Es können zum Beispiel Betriebsfreigaben für Kunden A und Kunden B, die sich in nur wenigen Feldern unterscheiden, einfach erstellt werden. Über eine Zuordnung der einzelnen Kunden können über die Auftragsverwaltung sämtliche Dokumente zu einem Auftrag auf Knopfdruck erzeugt werden. Diese werden automatisch den Produkten zugeordnet, mit der technischen Struktur archiviert und über VPI 08 elektronisch an den Kunden versandt.

Im COMAP Leistungsumfang sind zudem die freigegebenen Standard VPI Protokolle wie beispielsweise das Radsatzinstandsetzungsblatt oder die Betriebsfreigabe enthalten. Diese lassen sich auf Knopfdruck mit den aufgenommenen Daten aus der COMAP Datenbank füllen und als PDF Dokument generieren.

Mittels dieser Komponente können sämtliche Messmittel eines Instandhaltungswerkes verwaltet werden. Für jedes Messmittel können neben den Stammdaten auch zusätzliche Daten wie Maßeinheiten und Messbereiche angegeben werden. Über Anhänge lassen sich zudem Fotos und andere Dokumente hinterlegen. Auch die organisatorische Zuweisung zu einzelnen Abteilungen ist möglich. Zusätzlich werden die Kalibrierungszeiträume
der Messmittel überwacht. Durchgeführte Kalibrierungen werden mit den hierfür relevanten Daten historisiert.

Messmittel lassen sich in der Strukturverwaltung einzelnen Attributen zuordnen, wobei auch die Übereinstimmung der Messeinheiten überprüft wird. In der Datenaufnahme wird dadurch die Pflichtfeldsteuerung beeinflusst und es kann garantiert werden, dass bei der Werteingabe ein Messmittel angegeben wird. Für eine hohe Datenqualität werden dem Benutzer nur die Messmittel angeboten, die ihm selbst zugeordnet und aktuell kalibriert sind.

Die Zuordnung der Messmittel erlaubt zum einen die Ausgabe der Messmittel in den Protokollen, in denen die jeweils gemessenen Werte aufgeführt werden. Zum anderen können Auswertungen vorgenommen werden, die beispielsweise sämtliche Messvorgänge für ein bestimmtes Messmittel in einem bestimmten vergangenen Zeitraum ausgeben. Auf diese Weise lassen sich Produkte bestimmen, bei denen ein bestimmtes Messmittel zum Einsatz kam.

Für eine Anbindung externer Systeme können Webservices genutzt werden. Die Komponente erlaubt eine freie Konfiguration von Webservices über die grafische Benutzeroberfläche. Hierbei kann festgelegt werden, welche technischen Daten in welcher Reihenfolge über eine neu angelegte Schnittstelle übertragen bzw. abgerufen werden sollen.

Auf diese Weise ist es möglich, technische Daten mit anderen Systemen, wie z.B. ERP-Systemen oder Fertigungsmaschinen, auszutauschen. Beispielsweise kann hierdurch ein ERP-System die technischen Daten, die für die Auftragsabarbeitung benötigt werden, automatisch aus COMAP abrufen. Somit wird eine hohe Integrität in der Softwarelandschaft erreicht und ein idealer Datenfluss in den Unternehmensprozessen sichergestellt.

Die Plugin Komponente ermöglicht es COMAP spezifisch angefertigte Bausteine, sogenannte Plugins, zu integrieren. Ein Plugin beinhaltet spezifische Benutzeroberflächen sowie Maschinenschnittstellen und wird direkt in ein Arbeitsprofil eingebunden. Hierdurch können Maschinendaten direkt aus der Datenaufnahme abgerufen werden. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere für Maschinen ohne eigene Benutzeroberfläche wie beispielsweise einem Drehmomentenschlüssel.

Darüber hinaus kann auch eine Maschinenbedienung aus einem Arbeitsprofil heraus realisiert werden. Beispielsweise kann eine Prägemaschiene zum Beschriften von Radsatzmarken durch ein Plugin angebunden werden. Hierdurch kann ein Arbeiter aus seinem Profil heraus die notwendigen Daten an die Maschine übertragen und den Prägevorgang über die Datenaufnahme auslösen. Ein Plugin selbst muss immer spezifisch für den jeweiligen Anwendungsfall durch die Sternico erstellt werden.

Kontakt

Gerne stehen wir Ihnen persönlich zur Verfügung.

 

Nils Beckmann

+49 (5303) 9794 - 293

n.beckmann@sternico.com